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„Tag der Pflege“ in besonderen Zeiten: pflegende Angehörige müssen entlastet werden!

Am Dienstag, den 12. Mai 2020, ist der internationale „Tag der Pflege“. In diesem Jahr steht der Gedenktag unter dem Motto „Nursing the World to Health“ (die Welt gesund pflegen). Für viele pflegende Angehörige ist das Leben seit der pandemiebedingten Schließung der AWO Tagespflege in Wickrath sehr schwer geworden. Sie sind am Rande ihrer Kräfte.

Bild (AWO): Anja Gergorec, Leiterin der AWO-Tagespflege Der „Tag der Pflege“, am 12. Mai 2020, will mit seinem Motto „Nursing the World to Health” in diesem Jahr, die Bedeutung der professionellen Pflege würdigen und gleichzeitig mehr junge Menschen für den Beruf begeistern. Doch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der AWO Tagespflege in Wickrath möchten den „Tag der Pflege“ nutzen, um darauf aufmerksam zu machen, wie es pflegenden Angehörigen aktuell geht. Mit der Corona Krise sind Unterstützungsangebote, wie die Tagespflege für Senioren, für Angehörige pflegebedürftiger Menschen weggefallen. Die Last tragen die Angehörigen alleine. Auch die AWO Tagespflege in Wickrath hat seit Mitte März aufgrund der Restriktionen geschlossen und darf nur eine sehr eingeschränkte Notbetreuung anbieten. „Die Situation für die Pflegebedürftigen und deren Angehörigen ist seit der Corona Krise dramatisch. Viele Angehörige sind mit der Situation zu Hause völlig überfordert. Durch die „rund-um-die-Uhr-Pflege“ berichten mir Viele am Telefon, sie gehen auf dem Zahnfleisch. Aus Angst vor Ansteckung haben sie selbst keine Kontakte nach außen und leben seit Wochen, mit ihrer pflegebedürftigen Partnerin oder ihrem Partner, in absoluter Isolation. Es wird höchste Zeit, dass die pflegenden Angehörigen entlastet werden“, weiß Anna Gergorec, Leiterin der AWO Tagespflege. Im Regelbetrieb besuchen täglich 20 Gäste die Einrichtung in Wickrath. Die meisten von ihnen sind hochgradig pflegebedürftig oder haben Demenz in verschiedenen Stadien. Gerade demenzerkrankte brauchen Routinen und einen geregelten Tagesablauf. „Die Zeiten in denen Gäste in einer Tagespflege „nur“ gespielt haben, sind längst vorbei. Die Patientinnen und Patienten sind pflegebedürftiger geworden. Die Tagespflege ist für die Angehörigen zu Hause eine wichtige Entlastung. Immerhin fünf Tage in der Woche von 8 bis 16 Uhr. Insbesondere für die berufstätigen Kinder, aber auch für die pflegenden Angehörigen, die selber erkrankt sind“, so Gergorec weiter. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können aufgrund der räumlichen Größe der Einrichtung die Gäste in der Notbetreuung weiter auseinandersetzen oder verschiedene Räume nutzen. Zudem gelten strenge Hygienevorschriften: Gearbeitet wird ausschließlich mit Mund-Nasen-Schutz, außerdem wird noch engmaschiger desinfiziert. „Wir könnten unsere Notbetreuung also weiter ausbauen, weil wir den Platz haben. Für systemrelevante Berufstätige natürlich, aber auch für extrem belastete, pflegende Angehörige. „Wenn die Tagespflege nicht bald wieder öffnet, drehe ich durch“, hörte ich letzte Woche am Telefon. Wir müssen den Angehörigen gerade viel Trost spenden. Sie sind genauso verzweifelt wie die Eltern, deren Kinder seit Wochen nicht in die Betreuung dürfen“, so Anna Gergorec weiter. Auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im ambulanten Pflegedienst, im mobilen sozialen Dienst oder im mobilen Mahlzeiten Dienst berichten, dass sie jetzt in der Corona Krise vermehrt einen seelsorgerischen Auftrag leisten würden, weil viele pflegebedürftige Menschen und ihre Angehörigen Ängste haben - unter Einsamkeit und Überforderung leiden würden. In Deutschland erinnert „der Tag der Pflege“ schon seit 1967 an den Geburtstag der britischen Krankenpflegerin Florence Nightingale als Begründerin der Krankenpflege. Die Corona Pandemie und die Einschränkungen verdeutlichen an dem Gedenktag einmal mehr, wie unverzichtbar Pflegekräfte sind und wie anspruchsvoll ihre Arbeit ist. Die AWO Mönchengladbach bedankt sich bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus dem Bereich „Pflege“ für ihren täglichen und unermüdlichen Einsatz zum Wohle und gleichzeitig auch zum Schutz der AWO Kundinnen und Kunden. Der Wohlfahrtsverband hofft, dass der Respekt, die Wertschätzung und die Anerkennung der Pflegekräfte, ihre absolute „Systemrelevanz“, weiterhin öffentliche Achtung erfahren werden.

 
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